Aktuell

Umdenken in der Klimapolitik

Umdenken in der Klimapolitik

Wenn Wirtschaft und Umwelt dereinst im Einklang stehen sollen, braucht es eine massive Reduktion der Treibhausemissionen und einen klar definierten Inlandanteil zur Reduktion des CO2-Ausstosses. Aber nicht nur der Staat muss diesbezüglich seinen Beitrag leisten, sondern auch jeder Einzelne von uns.

Wenn ich als Liberaler die aktuellen Diskussionen um die Revision des CO2-Gesetzes auf Bundesebene verfolge, wird mir übel. Da wird die FDP landauf landab als Verhinderer einer nachhaltigen Klimapolitik dargestellt. Ob zurecht oder nicht, lässt sich noch nicht schlüssig beurteilen. Fakt ist, dass der nachhaltige Umgang mit den Ressourcen seit Jahrzehnten in unserem Parteiprogramm steht und dass der Umweltschutz deshalb zur DNA des Freisinns gehört. Bei der Revision des CO2-Gesetzes, haben wir nun die Möglichkeit, dies zu beweisen. Wie viele Liberale wünsche ich mir einen raschen wirtschaftsfreundlichen Umbau in Richtung moderne, klimafreundliche Technologie und Infrastruktur. Dafür braucht es eine massive Reduktion der Treibhausemissionen sowie einen klar definierten Inlandanteil zur Reduktion des CO2-Ausstosses. Dieser wird viel Wertschöpfung in der Schweiz generieren. In diesem Sinne begrüsse ich die angekündigte klimapolitische «Öffnung» unserer Parteipräsidentin Petra Gössi. Ich bin überzeugt, dass wir nur stark sind, wenn alle Generationen gemeinsam die Zukunft angehen und wir nicht auf Kosten der anderen leben. Dieses Ziel lässt sich am besten durch ein liberales Wirtschaftssystem erreichen, in dem nicht verhindert, sondern gefördert wird. Optimierungsbedarf gibt es zur Genüge. Auch auf kantonaler Ebene. Wieso muss ich zum Beispiel eine Gebühr bezahlen, wenn ich eine Wärmepumpe installieren will und Wasser beziehe bzw. 1 zu 1 wieder ins Grundwasser zurückgebe? Und wieso werden die Motorfahrzeuge im Kanton Luzern nach Leistung besteuert und nicht, wie in praktisch allen anderen Kantonen der Schweiz, nach der Art des Antriebs? Der Automobilsalon in Genf beweist es: Elektroautos sind die (nicht mehr so weit entfernte) Zukunft. Die Politik tut gut daran, diese in allen Belangen zu fördern. Beispielsweise auch mit Gratisparkplätzen in der Innenstadt. Klar ist aber auch: Wenn Wirtschaft und Umwelt im Einklang stehen sollen, muss nicht nur der Staat seinen Beitrag leisten, sondern auch jeder Einzelne von uns. Der Strom, den wir bei Lehner in Schenkon verbrauchen, stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien und auch zuhause bin ich energietechnisch ein Selbstversorger.

Thomas Meier, Mitinhaber und CEO Lehner Versand AG, Schenkon

Jetzt teilen:

Weitere Beiträge

21.02.2020

Den Fünfer und das Weggli

Alle sind für die Förderung erneuerbarer Energien, doch niemand will sich dafür durch Windräder die Aussicht «verschandeln» lassen. Dabei hinkt die Schweiz gerade in Sachen Windenergie noch weit hinterher. Wer die Energiewende will, muss auch ertragen, dass sie stattfindet.

Mehr erfahren
07.02.2020

Engagierte und effiziente Luzerner Unternehmer

Immer mehr KMU, die ihre Energiebilanz verbessern wollen, nutzen die Dienste der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW). Lehner Versand spart dadurch jährlich rund 330‘000 Kilowattstunden ein. Zum Beispiel dank der Umstellung auf LED-Beleuchtung oder dem Ersatz der Ölheizung durch eine Wärmepumpe.

Mehr erfahren
30.11.2019

Gutes Jahr in schwierigem Umfeld

An der Weihnachtsfeier der Lehner Versand AG im Campus Sursee durfte Thomas Meier wiederum auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Höhepunkt der Feier, die mit einem gediegenen Abendessen abgerundet wurde, war wie immer die Ehrung der Dienstjubilare.

Mehr erfahren